Zusammen mit Burkhard Blienert bei UFA Serial Drama Daily GUTE ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN

v. l. n. r.: Burkhard Blienert (Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung),
Schauspieler Jan Kittmann, Verena Küpperbusch (Leiterin der Landesfachstelle Glücksspielsucht), Kathrin Rosenberg (Dipl. Päd./ Suchtberaterin), Joachim Kosack (Geschäftsführer UFA und UFA Serial Drama)
© RTL/ Rolf Baumgartner

Seit Juli dreht sich bei der Rolle des Tobias Evers, gespielt von Jan Kittmann, alles um den Rückfall in die Glücksspielsucht, die ihn durch Sportwetten wieder eingeholt hat. GUTE ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN, UFA Serial Drama und RTL sind daher eine Kooperation mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, sowie der Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW und deren Leiterin Verena Küpperbusch, eingegangen, um gemeinsam Aufklärungsarbeit zu
leisten.

Joachim Kosack, Geschäftsführer UFA und UFA Serial Drama: „Ich freue mich sehr, dass wir auch mit diesem Thema erneut ein sozial relevantes Thema bei GZSZ behandeln. Wir haben eine große Verantwortung den Zuschauer:innen gegenüber und nehmen diese sehr ernst. Der Figur Tobias Evers, großartig gespielt von Jan Kittmann, ergeht es wie wahrscheinlich vielen Betroffenen – aus einer einfachen Sportwette wird eine Sucht und es ist schwer sich das selbst einzugestehen. Das Thema Glücksspielsucht ist ebenso aktuell und wichtig wie viele andere, findet aber oft keine Berücksichtigung. Umso mehr hat mich die Kooperation von GZSZ, RTL und UFA Serial Drama mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten Burkhard Blienert und Verena Küpperbusch stellvertretend für die Landesfachstelle Glücksspielsucht gefreut, die uns geholfen haben, die Storyline so authentisch wie möglich zu gestalten und das Thema so ins Bewusstsein der Zuschauenden zu rücken.“

Am Dienstag war Burkhard Blienert zu Besuch in den Studios von GZSZ in Potsdam Babelsberg, um sich vor Ort einen Eindruck von den Dreharbeiten und der Arbeit hinter der Kamera zu machen. UFA Serial Drama Produzentin Dominique Moro und Co-Producerin Christine Melzer empfingen Herrn Blienert und berichteten von der Idee Glücksspielsucht in Deutschlands Daily Nr. 1 zu thematisieren. Auch Verena Küpperbusch und ihre Kollegin Dipl. Pädagogin Kathrin Rosenberg von der Landesfachstelle Glücksspielsucht kamen zu Besuch. Mit dabei war auch Jan Kittmann, der sich für die Geschichte seiner Rolle Unterstützung von den Expert*innen der Suchtberatung holte.

v. l. n. r.: Dominique Moro (Produzentin), Christine Melzer (Co-Producerin), Burkhard Blienert (Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung), Verena Küpperbusch (Leiterin der Landesfachstelle) © RTL/ Rolf Baumgartner

Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Auch in Deutschland haben viele Menschen ein Problem mit dem Glücksspiel. Sie spielen extrem risikoreich oder haben eine echte Abhängigkeit entwickelt. Das ist fatal, denn Glücksspielsucht zerstört Biographien und stürzt Familien ins finanzielle und soziale Elend. Sportwetten sind eine der gefährlichsten Formen des Glücksspiels. Darauf muss auch die Politik reagieren: Dass man im Fernsehen oder Internet selbst zur Primetime zurzeit nahezu überall der Werbung für Sportwetten ausgesetzt ist, geht überhaupt nicht. Gerade auf Jugendliche hat diese Werbung erheblichen Einfluss. Ich appelliere deshalb an die Länder:
Ihr seid zuständig. Untersagt Sportwettenwerbung zur Hauptsendezeit. Schiebt das Thema
nicht auf die lange Bank – die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür.“

Im Rahmen der Kooperation fand am 30. August ein Instagram Livetalk von Jan Kittmann und Suchtberaterin Kathrin Rosenberg auf dem Instagram Kanal von GZSZ direkt nach der aktuellen Folge statt. Dort stellten sich beide den Fragen der User. Viele haben Betroffene in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis und suchten nach dem richtigen Weg für Hilfe. Kathrin Rosenberg konnte viele hilfreiche Tipps geben, verwies jedoch auch nochmal auf das an diesem Abend extra länger geschaltete Hilfetelefon, wo man auf den individuellen Fall abgestimmte Hilfestellungen bekommt. Knapp 100.000 Interessierte konnten alleine an diesem Abend direkt nach der TV-Ausstrahlung via Social Media auf dem GZSZ-Kanal erreicht werden. RTL berichtet zudem immer wieder umfangreich in den Magazinen und online zu dieser Thematik.

Verena Küpperbusch, Leiterin der Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW: „Das Hilfetelefon Glücksspielsucht ist für viele der erste Kontakt zum Hilfesystem. Unsere erfahrenen Berater:innen stellen nicht nur die Angebote des Hilfesystems vor, sondern beraten individuell und auf Wunsch anonym. So gelingt es vielen Ratsuchenden zum ersten Mal offen über ihre Probleme mit dem Glücksspielen sprechen. Für die meisten ist es eine große Erleichterung, dass ihnen zugehört und gemeinsam nach individuellen Lösungen gesucht wird. Die Scham, über die Sucht und deren Ausmaß zu reden, ist oft eine hohe Hürde. Das wird auch in der Story um Tobias sehr anschaulich dargestellt. Für die Zuschauenden ist es sicher schwer auszuhalten, zu sehen, wie Tobias sich immer tiefer in die Glücksspielsucht verstrickt. Menschen, die bisher keine Berührungspunkte mit dieser Erkrankung hatten, denken vielleicht, es sei übertrieben. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.“

Zum Inhalt: Nach der Trennung von Katrin (gespielt von Ulrike Frank) hat Tobias (Jan Kittmann) seinen Halt verloren. Mit Sportwetten glaubt er die perfekte Ablenkung gefunden zu haben, doch verdrängt dabei, dass er dem vermeintlich harmlosen Zeitvertreib schon einmal zum Opfer gefallen ist. Immer tiefer verliert er sich in der Sucht, die er glaubte hinter sich gelassen zu haben. Zunächst kann Tobias das noch gut vor seiner Umgebung verheimlichen, was jedoch nicht lange gut geht. Mittlerweile hat er komplett die Kontrolle über seine Glücksspielsucht verloren. Tobias ist nicht nur pleite, sondern auch völlig fertig. Er sieht jedoch ein, dass es so nicht weitergehen kann. Tobias braucht dringend Hilfe – und deswegen steht
er plötzlich doch wieder bei seiner Ex Katrin vor der Tür: „Ich schaff das nicht allein, Katrin.“