Aktionstag Glücksspielsucht 2022

Jedes Jahr machen die Bundesländer mit dem gemeinsamen Aktionstag Glücksspielsucht auf die Probleme rund um riskantes Glücksspielverhalten und pathologisches Glücksspielen/Glücksspielsucht aufmerksam. Der Aktionstag findet immer am letzten Mittwoch im September statt: in diesem Jahr also am 28.09.2022. Unterschiedliche Akteure von Beratungsstellen über Kliniken bis hin zur Selbsthilfe beteiligen sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Ziel ist es dabei, auf die Risiken der Glücksspielteilnahme hinzuweisen und über Hilfemöglichkeiten aufzuklären.

Die Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen finden in diesem Jahr zum Thema Kinder aus glücksspielsuchtbelasteten Familien statt.

Schirmherr des bundesweiten Aktionstags Glücksspielsucht ist der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert.

Burkhard Blienert

Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung
© Thomas Ecke
PRESSEFOTO

Verena Küpperbusch

Leitung Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW
© Susi Freitag
PRESSEFOTO

Unter der Schirmherrschaft des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert

Bundesweiter Aktionstag Glücksspielsucht

Download Pressemitteilung zum Aktionstag

Karten unserer CityCards Kampagne

Bonn
Fachambulanz für Spieler GAME OVER
Im Wingert 9
53115 Bonn
0228 28970 0
© Bernd Uellendahl

Hagen
Blaukreuz-Zentrum-Hagen
Fachstelle Sucht
Körnerstr. 45
58095 Hagen
02331 9337450
© Ulrike Schweitzer

Paderborn
SPIELFREI Fachstelle Glücksspielsucht
Suchtkrankenhilfe Caritasverband Paderborn e.V.
Ükern 13
33098 Paderborn
05251 8891123
© Eva Engelkamp

Aachen
Suchthilfe Aachen
Hermannstr. 14
52062 Aachen
0241 413 56 110 | 0241 413 56 128
© Matthias Schreiber | Mandy Diederen

Düsseldorf
Suchtberatungs- und Therapiezentrum Fachambulanz
Diakonie Düsseldorf
Langerstraße 2
40233 Düsseldorf
0211 7353 381 | 0211 7353 264
© Ursula Vögtlin | Alexander Heine

Dortmund
Caritasverband Dortmund e. V.
Stefanstraße 2
44135 Dortmund
0231 18 71 51 202
© Mattis Kögler

Neuss
Fachstelle Glücksspielsucht
Rheydter Str. 176
41464 Neuss
02131 889 -170 / -184
© Eva Veith, Lara Desinger

Herten
Diakonie, Fachstelle Sucht Herten
Ewaldstr. 72
45699 Herten
02366-1067-34 | 0151-61354102
© Angela Buschmann-Rorowski

Güthersloh
Kreis Gütersloh, Sozialpsychiatrischer Dienst/ Suchtberatung
Herzebrocker Str.140, 33324 Gütersloh
05241-851680 | 0170-6587134
© Tobias Tegeder und Mandy Diederen

Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.
Suchberatung Wuppertal
Kasinostraße 26
42103 Wuppertal
Tel. 0202 389 034 014
© Christiane Krause

Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.
Suchberatung Solingen
Ahrstraße 9
42697 Solingen
Tel. 0212 231 349 33
© Natalie Becker

Fachstelle Glücksspielsucht
Ev. Klinikum Bethel gGmbH Ambulante Suchthilfe Bethel
Gadderbaumer Straße 33
33602 Bielefeld
Tel. 05 21 772 787 52
© Anne-Petra Hein

Beratung für Kinder und Jugendliche aus glücksspielsuchtbelasteten Familien in NRW

Aachen

Suchthilfe Aachen
Matthias Schreiber
Feuervogel – Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten Familien Teamleitung
Monheimsallee 71
52062 Aachen
Tel. 0241 413 608 40
https://www.suchthilfe-aachen.de/angebote/kinder-jugendliche-familien/feuervogel/

Suchtberatung Hermannstr. 14
52062 Aachen
Tel. 0241- 413 56 110

Ahlen

Caritas Ahlen
Beratungsstelle Glücksspielsucht sowie Erziehungsberatung für Eltern, Kinder und Jugendliche
Rottmannstraße 27
59229 Ahlen
Tel. 0 23 82 893 128
www.qua-dro.de

Bergheim

Drogenhilfe Köln / Rhein-Erft-Kreis
Blumenstr. 8
50126 Bergheim
Tel. 02271 476 40 oder -16
www.spielfrei.info

Bielefeld

Drogenberatung e. V. Bielefeld
August-Schroeder-Straße 3a
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 96 780 -31/-37
https://www.drogenberatung-bielefeld.de/de/kinder-aus-suchtbelasteten-familien/waldkinder

Bocholt

SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Bocholt e.V.
Friesenstraße 5
46395 Bocholt
Tel.: 02871-8891
E-Mail: skm.bocholt@t-online.de
https://www.skm-bocholt.de

Bonn

update Fachstelle für Suchtprävention, Kinder-, Jugend- und Elternberatung
“Starke Pänz” Sozialpädagogische Gruppenarbeit für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien
Uhlgasse 8
53127 Bonn
Tel.: 0228 688 58 80
E-Mail: update@cd-bonn.de
www.suchthilfe-bonn.de

Brühl

Drogenhilfe Köln gGmbH
Heinrich-Esser-Str. 37
50321 Brühl
Tel. 02232 189 30 oder -16
https://www.drogenhilfe-koeln.de/

Dortmund

Caritasverband Dortmund e.V. Suchtberatungsstelle
Saskia Wurm, Rehabilitationspädagogin
Stefanstraße 2
44135 Dortmund
Tel.: 0231187151-2032
E-Mail: Saskia.Wurm@caritas-dortmund.de
https://www.caritas-dortmund.de

Gütersloh

Deutscher Kinderschutzbund e. V. Gütersloh
Jana Kuhlmann
Familien in Balance – Naturprojekt für Kinder
Tel. 05241 221 347 oder 05241 151 51
https://www.kinderschutzbund-guetersloh.de/?show=faba-naturprojekt

Caritas Sucht- und Drogenhilfe
Caritasverband für den Kreis Gütersloh e. V.
Svenja Karweger
Kolibri – Gruppenangebot für Kinder aus Sucht- und psychisch belasteten Familien
Bielefelder Str. 47
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 05242 408 20
https://www.caritas-guetersloh.de/aktuelles/nachrichten/detail/kolibri-gruppenangebot-fuer-kinder-von-sucht-oder-psychischbelasteten-eltern

Hagen

Blaukreuz-Zentrum Hagen
Fachstelle Sucht / Drachenherz Hagen
Körnerstr.45
58095 Hagen
Tel.: 02331 933745 – 0
Mobil: 0151-58350224
https://www.blaues-kreuz.de/de/westfalen/hagen/
https://www.blaues-kreuz.de/de/drachenherz/drachenherz/drachenherz-hagen/

Herford

Diakonisches Werk Herford
Fachstelle Sucht Beratung
Auf der Freiheit 25
32052 Herford
Tel. 05221 599 838 oder -836
www.diakonie-herford.de

Köln

Jugendberatung ANSPRECHBAR
Victoriastraße 12
50668 Köln
Tel. 0221 912 797 10
https://www.ansprechbar-koeln.de/

Neuss

Caritas Neuss
Projekt KIZ – Kinder im Zentrum
Für Kinder im Alter von 13 – 18 Jahren
Rheydter Str. 176
41464 Neuss
Telefon: 02131 889-162
E-Mail: kiz@caritas-neuss.de

Paderborn

Caritasverband Paderborn e. V.
LOBBY – Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Konfliktsituationen
Am Haxthausenhof 14-16
33098 Paderborn
Tel. 0170 226 94 51 (Anruf/SMS/Messenger)
https://www.caritas-pb.de/sucht-integration-hilfen/suchtberatung-praevention/suchtkrankenhilfe/lobby-anlaufstelle-kinder-jugendliche-in-konfliktsituationen
Kindergruppe aus Suchtbelasteten Familien (KiSuFa)
Ükern 13
33098Paderborn
Tel. 05251 889 11 20
https://www.caritas-pb.de/sucht-integration-hilfen/suchtberatung-praevention/suchtkrankenhilfe/kisufa-kinder-aus-suchtbelasteten-familien

Solingen

Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.
Suchtberatung Solingen – Drachenflieger
Ahrstraße 9
42697 Solingen
Telefon: 0212 231 349 33
www.caritas-wsg.de

Steinfurt

Sucht- und Drogenberatung Steinfurt
Emsdettener Str. 22
48565 Steinfurt
Tel. 02552 706 39
https://www.caritasverband-steinfurt.de//

Viersen

Kontakt-Rat-Hilfe Viersen e.V.
Hauptstelle Viersen-Dülken
Kreuzherrenstr. 17-19
41751 Viersen
Tel. 02162 951 10
www.krh-online.de

Kinder aus glücksspielsuchtbelasteten Familien

Eine Glücksspielstörung belastet nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr soziales Umfeld. Ganz besonders sind davon die Familie und nahe Angehörige betroffen. Auch wenn viele hoffen, dass Kinder nichts davon mitbekommen: Kinder leiden unter den Folgen der Glücksspielsucht Ihrer Eltern! 

Kindliche Wahrnehmung 

„Was mit mir ist, interessiert doch eh keinen!“, denken Kinder schnell, wenn das Glücksspielen für einen Elternteil immer mehr zum Lebensinhalt wird. Ihnen fehlen Liebe und Geborgenheit. Manche glauben sogar, sie seien schuld an den Sorgen der Erwachsenen. Sie schämen sich und übernehmen Verantwortung – mehr als ihnen guttut. Das überfordert und verunsichert sie – nicht ohne Folgen: Manche Kinder werden traurig oder wütend. Andere bekommen körperliche Beschwerden. Oft werden ihre Leistungen in der Schule schlechter. Ihr Risiko, später im Leben selbst süchtig zu werden, ist stark erhöht. 

Glücksspiel hat viele Verlierer*innen

Unter diesem Slogan macht NRW auf die Probleme rund um das Glücksspielen aufmerksam: Finanzielle Probleme und Schulden, Lügen und Verheimlichungen, massive Probleme in der Partnerschaft, häufige Abwesenheiten des oder der Glücksspielsüchtigen, Vernachlässigung von gemeinsamen Familienaktivitäten und viele weitere Folgen bringt die Glücksspielsucht mit sich. Insbesondere der Vertrauensverlust und die emotionale Distanz der Betroffenen bringen den Zusammenhalt der Familie in Gefahr. Auch die Partner*innen von Glücksspielsüchtigen entwickeln oft selbst psychosomatische Beschwerden.

Auswirkungen auf Kinder

Kinder stehen in solchen Familien unter großen emotionalen und sozialen Belastungen. Sie leiden unter Stress, weil es häufig zum Streit zwischen den Eltern kommt oder Absprachen und Vereinbarungen häufig nicht eingehalten werden. Lügen und Vertuschungen rund um das Glücksspielverhalten verunsichern sie zusätzlich.

Meist erleben Kinder aus Familien mit einem glücksspielsüchtigen Elternteil massive Einschränkungen: An Kleidung, Reisen und Spielzeug muss gespart werden – manchmal sogar beim Essen. Vielfach lügen betroffene Kinder dann auch selbst, um das Verhalten des glücksspielsüchtigen Elternteils zu decken oder über Geldprobleme hinwegzutäuschen.

Diese Kinder haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst Suchtprobleme zu entwickeln: Ihr Risiko, später selbst glücksspielsüchtig zu werden ist etwa 10-mal höher, als bei Gleichaltrigen ohne glücksspielsüchtigen Elternteil. Häufig leiden sie noch als Erwachsene unter psychischen Problemen, wie etwa Angststörungen oder Depressionen – viele sind deswegen in Behandlung. 

Prävalenz

Aktuelle Studien zeigen, dass über 2 % der Bevölkerung eine Glücksspielstörung aufweisen. Hochgerechnet aus Daten des Statistischen Bundesamtes betrifft das etwa 1.380.000 Menschen in Deutschland, von denen (laut Drogen- und Suchtbericht 2017) ein Viertel bis ein Drittel minderjährige Kinder haben: Zwischen 345.000 und 460.000 glücksspielsüchtige Menschen haben Kindern – viele von ihnen auch mehr als ein Kind.

Das Statistische Bundesamt rechnet aktuell mit einer Geburtenziffer von 1,53. Hochgerechnet auf die Anzahl glücksspielsüchtiger Menschen sind das zwischen 528.000 und 704.000 Kinder, die in einer Familie aufwachsen, in der mindestens ein Elternteil glücksspielsüchtig ist.

Weitere 5,7 % der Menschen in Deutschland zeigen ein riskantes Glücksspielverhalten. Auch bei ihnen muss man davon ausgehen, dass sie etwa in gleichem Umfang in Familien leben und Kinder haben. Aus diesen Familien kommen also noch einmal rund 1,3 bis 1,7 Millionen Kinder hinzu, die von den Folgen des Glücksspielens unterschiedlich stark betroffen sind.

Insgesamt muss also davon ausgegangen werden, dass bis zu 2,4 Millionen Kinder in Deutschland von den Folgen des Glücksspielens betroffen sind. 

Kontakt

Sie haben Fragen oder wünschen sich weitere Informationen?

Verena Küpperbusch

Leitung
M. M., B. Sc. Psych.
Tel.: 0521 _399 55 89_1

Arne Rüger

Fachreferent
Dipl. Soziologe
Tel.: 0521 _399 55 89_2