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Seminar 5: Interkulturelle Aspekte in der Beratung von Menschen aus dem türkisch / islamischen Kulturraum

Datum: 02.07.2018
Referenten: Dr. Ali Kemal Gün

Bei Menschen mit Migrationshintergrund ist die Hemmschwelle größer, fachlich-professionelle Hilfen in Anspruch zu nehmen. Wenn Hilfe in Anspruch genommen wird, stellt sich die Frage, ob diese überhaupt fachkompetent gewährleistet werden kann. Notwendige Voraussetzungen dafür sind interkulturelle Kompetenz und die Bereitschaft, ein Behandlungs- und Beratungskonzept zu verfolgen, das eingehend sprach- und kulturbezogene, ethnische und religiöse Aspekte berücksichtigt.

Die Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen erfordert neben der erforderlichen Fachkompetenz ein kulturspezifisches Wissen und eine interkulturelle Kompetenz in der Behandlungspraxis. Damit wird auf eine kultursensible und achtsame Annäherung abgezielt, die erforderlich ist, um sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Besonderheiten der Klientinnen und Klienten wahrzunehmen, Bedeutungszusammenhänge herzustellen, diese zu reflektieren und in eigene Handlungs- und Behand-lungsprozesse integrieren zu können.

Die Begegnung mit etwas, was fremd, unbekannt, unvertraut und unverständlich ist, kann bedrohlich, beängstigend, aber auch spannend und bereichernd sein. Wichtig ist dabei die Bereitschaft, sich auf den anderen (den Fremden) einzulassen und eigene Gegenübertragungsgefühle zu reflektieren.

Diese Fortbildung bietet die Möglichkeit, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen:

• Erhöhte Krankheitsrisiken bei Migranten im Vergleich/Verhältnis zu Deutschen
• Krankheitsfördernde bzw. -begünstigende migrationsbedingte Belastungsfaktoren
• Inanspruchnahme – Verhalten der Migranten
• Zugangsbarrieren zu den Regelversorgungseinrichtungen
• Bedeutung der interkulturellen Öffnung der Regelversorgungseinrichtungen
• Kulturspezifische familiäre Norm- und Wertesysteme und Kulturstandards am Beispiel der Türkeistämmigen
• Religiöse Vorstellungen und Krankheitsverständnis am Beispiel des Islam
• Interkulturelle Kompetenz in der Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund
• Kultursensible Anamneseerhebung
• Interkulturelle Kommunikation und interkulturelle Missverständnisse in der Beratung und Begleitung
• Die Bedeutung der sprachlichen Verständigung und Behandlungssetting mit Übersetzung
• Historische Rückblick über die Arbeitsmigration im Nachkriegsdeutschland

Die aus Sicht der Teilnehmer*innen zu priorisierenden Themen werden vertieft und anhand von Fall-beispielen u.a. mit sozio- und psychodramatischen Techniken behandelt.

Termin: 02.07.2018, 09.45 – 17.00 Uhr am 19.06.

Teilnahmegebühr: 30 € für Teilnehmende aus NRW / 60 € für Teilnehmende außerhalb von NRW (incl. Pausenverpflegung, Gebühr wird vor Ort entrichtet)

Referent: Dr. Ali Kemal Gün (Dipl.-Psych., Integrationsbeauftragter LVR Klinik Köln)

Veranstaltungsort: Jugendherberge Köln-Deutz
Siegesstr. 5
50679 Köln

Anreise: http://www.jugendherberge.de/Jugendherbergen/Koeln-Deutz450/Anreise

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen Bereich / Suchtberaterinnen und Suchtberater / Beratungslehrerinnen und -leher / Schulpsychologinnen und -psychologen / Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter / Schuldnerberaterinnen und -berater / Bewährungshelferinnen und -helfer etc.

 
 
  




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