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Online Glückspiel – Was können Betroffene in rechtlicher Hinsicht unternehmen? Praxistipps und Erfahrungen

Datum: 14.04.2021
Referenten: István Cocron

Dieses Seminar wird als Videoseminar mit dem Programm Zoom veranstaltet. Angemeldete Personen erhalten in einer gesonderten E-Mail weitere Informationen. Natürlich können Sie sich auch unabhängig davon jederzeit mit Fragen an uns wenden.

Abstract:
Nach konservativen Schätzungen der Bundesländer beläuft sich das Transfervolumen an Unternehmen mit Sitz im Ausland, die in Deutschland nicht erlaubte Internet-Casinospiele über das Netz betreiben, in den Jahren 2016 - 2018 auf eine jährliche Größenordnung von ca. 5 - 9,4 Milliarden Euro. Seit der Corona-Epidemie sind diese Volumina noch deutlich höher. Sie bewegen sich im zweistelligen Bereich.

Gem. § 4 Abs. 1 des derzeit gültigen Glücksspielstaatsvertrags, dürfen Glücksspiele im Internet nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden. Daran wird sich durch den gegenwärtig zwischen den Ländern abzustimmenden neuen Glücksspielstaatsvertrag, der Mitte 2021 in Kraft treten soll, nichts ändern.

Nach dem Jahresbericht der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder für das Jahr 2017 fanden sich zu diesem Zeitpunkt mehr als 730 Online-Glücksspielangebote für deutsche Spieler im Internet. Der Leiter der interdisziplinären Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim, Prof. Tilman Becker geht von noch höheren Zahlen aus.

Vielen Glücksspielsüchtigen und Teilnehmenden an Online Casinospielen ist bis heute nicht bewusst, dass damit die Angebote der Online Casinos in so gut wie allen Fällen in Deutschland illegal sind. Den Casinobetreibern der diversen Online-Casinos liegt keine Genehmigung nach den in allen 16 Bundesländern geltenden Glücksspielstaatsverträgen vor. Demnach sind sämtliche Verträge, die mit den Online Casinos geschlossen werden, grundsätzlich unwirksam.

Doch welche Folgen leiten sich daraus fĂĽr die GlĂĽcksspielenden ab?

Grundsätzlich können Verluste aus der Teilnahme an Online Casinospielen auch gerichtlich gegenüber den Casino Betreibern geltend gemacht werden. Anspruchsgrundlage sind dabei mehrere Schutzgesetze zu Gunsten der Glücksspielenden. Diese Schutzgesetze finden sich nicht nur im Strafrecht (StGB), sondern u.a. auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und den Glücksspielstaatsverträgen (GlückStV) der Länder.

• Wie geht man ein solches Verfahren am besten an?
• Wie finde ich ein passende Rechtsanwältinnen und -anwälte?
• Welche Kosten fallen für ein solches Verfahren an?
• Wo kann ich meine Klage einreichen?
• Wie lange dauert ein solches Verfahren?
• Gibt es bereits Urteile aus diesem Bereich?
• Was sind die Risiken?
• Bekomme ich bei einer Klage einen negativen Schufaeintrag?
• Erfährt meine Familie davon, wenn ich klage?

Diese und viele weitere Fragen aus der Praxis sollen im Rahmen dieses Kurzseminars im Gespräch geklärt werden. Der Referent war deutschlandweit einer der ersten Anwälte, der für eine Vielzahl von Glücksspielsüchtigen Ansprüche gegenüber Betreibern von Online Casinos erfolgreich durchsetzen konnte.

Die rechtliche Unterstützung zur Rückerlangung der durch illegales Glücksspiel erlittener Verluste ist in der Regel auch ein wichtiger Baustein in der Therapie und Beratung von Glückspielsüchtigen und deren Angehörigen, da diese so eine Chance bekommen, auch den finanziellen Schaden zumindest teilweise kompensieren zu können.

Termin: 14.04.2021, 10.00 – 11.45 Uhr

Teilnahmepunkte für landesgeförderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in NRW: 1

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist für Personen aus NRW kostenfrei. Für Personen außerhalb von NRW beträgt sie 15 €. Bitte überweisen Sie den Betrag vor der Veranstaltung auf folgendes Konto:
Drogenberatung e.V./GlĂĽcksspielsucht
Sparkasse Bielefeld
IBAN: DE94 4805 0161 0072 2543 78
BIC: SPBIDE3BXXX

Referent: István Cocron (Rechtsanwalt, Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte in Berlin und München)

Veranstaltungsform: Videoseminar

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen Bereich / Suchtberaterinnen und -berater / SchuldnerBeratungslehrerinnen und -lehrer / Schulpsychologinnen und -psychologen / Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter / Selbsthilfe /Schuldnerberaterinnen und -berater

 
 
  




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